1. Herren überzeugen mit zwei Siegen am Spieltag der Spitzenspiele in atemberaubender Vorstellung

Bericht von Max Stein

Ein Spieltag, zwei Siege, zwei mal gleich das volle Programm mit jeweils 9:7 und ein Spieler, der mit einem zweifach geglückten “full-house” von vier
Siegen seit mindestens zehn Jahren mal wieder eine neue Bestmarke bezüglich der persönlichen Ausbeute an nur einem einzigen Tag für die erste Mannschaft
einbrachte. Dies war das Resumee des vergangenen Sonntages an dem unser “Star des Tages” Dirk auf eindrucksvollste Art demonstrierte was spielerische Klasse,
basierend auf einem unfassbaren Ballgefühl, wirklich bedeutet, so schaffte es keiner seiner Kontrahenten ihn ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Lediglich die junge
Nummer 1 des TSG Kaiserslautern hatte mit einigen gut gelungen, festen, diagonal gespielten Vorhand-Topspins spielerisch noch etwas entgegen zu setzen, was jedoch nicht zu mehr als einem Satzgewinn reichte, da bei Dirk’s Form das gefühlvolle Rückhand Eröffnen ganz flach und kurz hinter das Netz mit einem knallhart nachgespielten Rückhand-Konter als auch das gute Auge für die Position des Gegners bei der Verwandlung von höher gelegenen Bällen mit einem platzierten Vorhand-Winner reibungslos abliefen. Ebenfalls eine makellose Einzelbilanz erspielte sich Thomas, der mit Dirk zusammen das Duo der Spieler mit weißer Weste in den Einzeln bildete. Bei Thomas war wie so oft schon das schnelle Durchschauen und Lesen des Spiels ausschlaggebend, so fand er gegen den jüngsten Kaiserslauterer Spieler Köhler genau das richtige Maß an Risiko und Sicherheit und hatte auch im Einzel gegen Patrik Stein nach nur einem Satz die Aufschläge seines Gegners vollends im Griff. Wenngleich im Spiel gegen Nünschweiler sein zweites Einzel, in dem er den Mathematik-Studenten Florian Peter schlug, mit Sicherheit das härter umkämpftere Match gewesen ist, so präsentierte sich unser, immer besser als sein Gegner berechnende, Taktik-Fuchs doch auch im ersten Spiel durch einige sehenswürdige, sehr gut antizipierte Blockbälle von Schüssen des “Serve and Volley”-Spielers Patrik Stein von einer glanzvollen Seite. Dabei brachte Thomas nach praktisch jedem dieser Block-Winner seinem Gegner mit einem kurzen Schulterzucken eher das Gefühl eines zufälligen gelungenen Schlages zum Ausdruck, wofür seine Trefferquote diesbezüglich jedoch zugegebenermaßen hoch gewesen ist. Bei Weitem nicht so reizvoll verliefen die Spiele unseres Abwehrers, der vor ein bis zwei Jahren noch jegliche kraftaufreibende und konzentrationsaufwändige Spiele problemlos stemmen konnte aber bei der aktuellen körperlichen Verfassung, die von Knie und Rücken-Problemen gekennzeichnet ist, nicht mehr als sich nur hinstellen konnte. Daraufhin zog unser Gehandicapter, der sich hoffentlich schnellstmöglich wieder in den sportlich belastbaren Zustand auskuriert, die richtige Konsequenz und überließ dem, schon im Spiel der Vorwoche als Ersatzspieler aufgebotene Fabian den Platz in der Mannschaft für das zweite Spiel, in dem er selbst eine Rolle als Motivator und Coach einnahm, die er mit vielen humorvollen, erheiternden Bemerkungen vollführte. Zumindest in körperlich weitestgehend solider Verfassung konnte Fabian, der Sieger des QTTR-Turniers vom vergangenen Donnerstag in Burrweiler auflaufen, der jedoch ergebnistechnisch weit unter seinen spielerischen Möglichkeiten zurückblieb und in den ersten drei Auftritten von einer gewissen Glücklosigkeit heimgesucht war. Dies nahm jedoch eine 180 Grad Wendung, sodass in seinem letzten Auftritt eine seiner Stärken, die darin besteht dem Gegner aus seinem extrem scharf getroffenen, schnittreichen Service heraus mit konsequent durchgezogenen, temporeichen Topspins wenig Zeit zu lassen, uneingeschränkt zur Geltung kam. So schaffte er es mit einem souveränen Sieg gegen Timo Schulz immerhin seinen Paarkreuz-Kollegen zu rächen, der von dem gleichen Kontrahenten kurze Zeit davor auf so heftige Weise wie schon lange nicht mehr abgeschossen wurde, was von der Deutlichkeit der Niederlage den restlichen Mannschaftskolllegen auch nicht entgangen ist, die durch dutzende zynische Bemerkungen ihre Meinung zu dem sehr einseitigen Spiel zum Ausdruck brachten. Eines der Schlüsselspiele des Tages war ohne Zweifel der Sieg des Ersatzmannes Fabian in seinem Einzel gegen Patrik Stein, das beim Stand von 7:7 unter entsprechend hohem Druck von unserem Akteur sehr nervenstark und mit kühnem Kopf gemeistert wurde, worin insbesondere die sonstige Waffe des Nünschweiler Protagonisten, die in sehr unangenehmen Aufschlägen besteht, auf bemerkenswerte Art entzaubert wurde, da der Service reihenweise per Flip-Schlag versenkt wurde. Bei Peter, der das erste Einzel gegen Kaiserslautern ungefährdet gewann, waren die sonstigen drei knappen Niederlagen nicht repräsentativ für den Spielverlauf, da unser Captain in der Regel der klar dominierende Akteur über weite Strecken der Begegnungen gewesen ist und lediglich den Kürzeren zog, da den Gegnern an entscheidenden Stellen “Sonntagsbälle” glückten, wie beispielsweise Thomas Veith, der beim Stand von 1:2 und 9:9 einen festen, gut platzierten Schuss noch fester und noch platzierter mit Erfolg zurück schoss. Dieser letzte Ball hatte den Anschein des “Balles des Tages”, wenn da nicht noch das letzte Schlussdoppel gewesen wäre, dass mit dutzenden noch hochkarätigeren, spektakulären Bällen sicherlich den sportlichen Höhepunkt des Tages darstellt. In diesem mitreißenden und an Hochwertigkeit nicht zu überbietenden Spiel wurde nicht ein einziger Ball lethargisch oder lässig sondern nur mit hundertprozentiger Entschlossenheit knallhart nach vorne gespielt, was unserem Captain sehr entgegenkommt, der in der Regel mit einem sehr aggressiv gespielten Eröffnungstopsin den Startpunkt für den Schlagabtausch gelegt und die Weichen für den eigenen Punktgewinn gestellt hat. Darin sorgte Dirk auch noch für den ein oder anderen phänomenalen Ball, in dem er aus aussichtslosen Lagen in Bälle hinein gesprungen ist und entweder mit viel Handgelenk von der Rückhand oder durch eine immense dynamische Oberkörperdrehung auf Vorhandseite selbst bei großer Entfernung zum Tisch so manche Punkte nochmal rumgerissen hat, sodass jeder Zuschauer, in dem gut besuchten Spiel auf seine Kosten gekommen ist.
Vielen Dank an alle Zuschauer für die Unterstützung und tolle gebotene Kulisse.

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1 Comment

  1. Dirk keller

    Sehr schön Max!👌🏻

    Reply

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